Kinoneustarts am 22.11.2018

Charles Dickens: Der Mann, der Weihnachten erfand

Der Film begleitet den Schriftsteller Charles Dickens in die Zeit der Entstehung seiner weltberühmten Weihnachtsgeschichte nach London, Mitte des 19. Jahrhunderts. Zwei Jahre nach seinem Erfolg mit "Oliver Twist" kämpft Charles Dickens mit großen finanziellen Problemen. Seine Verleger lassen ihn im Stich, da seine letzten drei Romane erfolglos waren. Er entschließt sich, eine eigene Weihnachtsgeschichte auf eigene Faust herauszubringen: Nach weniger als zwei Monaten erscheint "A Christmas Carol", mit dem es Dickens gelingt, sich von den Dämonen seiner Kindheit zu befreien. Gleichzeitig schafft er ein literarisches Werk, das bis heute für viele fest zu Weihnachten gehört.
Biografie; Drama; Komödie 104min, IRL/CDN 2017, Originaltitel: The Man Who Invented Christmas, Drehbuch: Susan Coyne, Regie: Bharat Nalluri, Darsteller: Dan Stevens; Christopher Plummer; Jonathan Pryce, Altersfreigabe: 6
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Cold War: Der Breitengrad der Liebe

Während des polnischen Wiederaufbaus ist der begabte Komponist Wiktor auf der Suche nach traditionellen Melodien für ein neues Tanz- und Musik-Ensemble. Dem Kulturleben seines Landes möchte er so frisches Leben einhauchen. Unter seinen Studentinnen ist auch die Sängerin Zula, gleich im ersten Augenblick elektrisiert sie Wiktor. Schön, hinreißend und energiegeladen ist Zula schon bald der Mittelpunkt des Ensembles und die beiden verlieben sich ineinander. Ihre brennende Leidenschaft scheint keine Grenzen zu kennen. Doch als das Repertoire des Ensembles zunehmend politisiert wird, nutzt Wiktor einen Auftritt in Ostberlin, um in den Westen zu fliehen. Zula bleibt der verabredeten Flucht fern und doch führt das Schicksal die beiden Liebenden Jahre später erneut zueinander. Wiktor begegnet Zula in Paris, nur so flammend ihre Liebe, so zerrissen ist das Paar und Zula muss eine tiefgreifende Entscheidung treffen. Zwischen Heimat und Exil, zwischen Leidenschaft und Verlust sind Frankreich, Jugoslawien und Polen die Schauplätze der fatalen Liebe eines Paares, das vor dem Hintergrund des Kalten Krieges ohne einander nicht leben kann und miteinander fast keinen Frieden findet.
Drama; Romance 88min, PL/GB/F 2018, Originaltitel: Zimna wojna, Drehbuch: Pawel Pawlikowski, Regie: Pawel Pawlikowski, Darsteller: Joanna Kulig; Tomasz Kot; Borys Szyc, Altersfreigabe: 12
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Der Dolmetscher (2018)

Der slowakische Rentner Ali (Jiri Menzel), dessen Eltern aus rassistischen Gründen von den Nazis ermordet worden sind, und Georg, der Sohn eines der verantwortlichen Täter (Peter Simonischek) machen sich zusammen auf eine Reise durch die Slowakei. Dabei kommt zur Sprache, was sie schon ihr ganzes Leben belastet, sie aber bisher vor Niemandem aussprechen konnten.
Drama; Roadmovie 113min, SK/CZ/A 2018, Originaltitel: The Interpreter, Drehbuch: Marek Lescak; Martin Sulik, Regie: Martin Sulik, Darsteller: Peter Simonischek; Jiri Menzel; Zuzana Maurery, Altersfreigabe: 12
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Ein Volk und sein König


Drama; Historischer Film 121min, F/B 2018, Originaltitel: Un peuple et son roi, Drehbuch: Pierre Schoeller, Regie: Pierre Schoeller, Darsteller: Gaspard Ulliel; Adele Haenel; Olivier Gourmet
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Feierabendbier

Barkeeper Magnus (Tilman Strauß) hat mit seiner Vergangenheit abgeschlossen. Seine Ex-Freundin und der gemeinsame Sohn leben getrennt von ihm. Die meiste Zeit verbringt Magnus in seiner Bar "Feierabendbier" und mit seinen Stammgästen: Dem verschrobenen Mystiker und Rüscherl-Trinker Manfred (Christian Tramitz) und dem sexsüchtigen KFZ-Mechaniker und Philosophiestudenten Dimi (Johann Jürgens). Als eines Nachts Magnus' heißgeliebtes 80er Jahre Coupe gestohlen wird, beginnt eine obsessive Jagd nach dem vermeintlichen Dieb, die zunehmend aus den Fugen gerät und in eine Schlägerei mit dem Betreiber eines Swingerclubs (Ben Tewaag) mündet. Erst als Magnus der ambivalenten Designerin Vivian (Julia Dietze) näherkommt, lichten sich die wahren Umstände um den Verlust des Wagens.
Drama; Tragikomödie 113min, Originaltitel: Feierabendbier, Drehbuch: Ben Brummer; Adrian Mikkat, Regie: Ben Brummer, Darsteller: Tilman Strauß; Julia Dietze; Johann Juergens, Altersfreigabe: 12
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Hans Blumenberg - Der unsichtbare Philosoph

Hans Blumenberg war und ist einer der einflussreichsten deutschen Philosophen der Nachkriegszeit. Sein Thema ist der Mensch, der über die Jahrhunderte hinweg um seine Selbstbehauptung gegen den Absolutismus der Wirklichkeit kämpft. Das Instrument dafür ist sein Denken, das er als Nachdenklichkeit versteht, das innehält und sich seiner selbst bewusst wird, Umwege zulässt, Distanz zum Übermächtigen schafft. Diesen Vorgang nennt Blumenberg das "Abenteuer des Denkens". Drei Spurensucher reisen in einem Bus quer durch Deutschland, um sich von dem Philosophen Hans Blumenberg ein Bild zu machen. Sie sprechen mit Menschen, die ihn gekannt haben, diskutieren seine Gedanken. Ausgangspunkt ist Blumenbergs Heimatstadt Lübeck, von hier folgen die Drei dem langen Weg seines Lebens und Denkens. Er führt sie über Münster, Heidelberg, Marbach, Stuttgart, München bis nach Zürich. An all diesen Orten kommen Zeugen zu Wort, die Blumenberg noch gekannt haben, die von seinem Charakter und seiner unglaublichen Präsenz berichten.
Biografie; Dokumentarfilm 106min, D 2018, Originaltitel: Hans Blumenberg - Der unsichtbare Philosoph, Drehbuch: Christoph Rüter, Regie: Christoph Rüter, Altersfreigabe: o.A.
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Jupiter's Moon

Der junge Syrer Aryan (Zsombor Jeger) wird beim illegalen Grenzübertritt von Serbien nach Ungarn angeschossen. Noch unter Schock entdeckt der Verwundete, dass er plötzlich durch die Kraft seiner Gedanken schweben kann. Im Flüchtlingslager bekommt der Arzt Dr. Stern (Merab Ninidze) Wind von Aryans übernatürlichen Fähigkeiten. Als er von den Wunderkräften erfährt, wittert er ein lukratives Geschäft. Er will den jungen Mann reichen Patienten als Beispiel einer Wunderheilung verkaufen. Aber ist Aryan in Wirklichkeit nicht vielleicht doch ein Engel oder ein noch höheres Wesen?
Drama; Mysterie 129min, H/D 2017, Originaltitel: Jupiter holdja, Drehbuch: Kornel Mundruczo, Regie: Kornel Mundruczo, Darsteller: Zsombor Jeger; Merab Ninidze; György Cserhalmi, Altersfreigabe: 12
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Matangi / Maya / M.I.A.

Der Film basiert auf einer Sammlung sehr persönlicher Videos, die Maya Arulpragasm und ihre engsten Freunde im Laufe der letzten 22 Jahre aufgezeichnet haben. Sie skizzieren Mayas bemerkenswerten Weg vom Einwandererkind in London zum international gefeierten Popstar M.I.A. Inspiriert von ihren Wurzeln sammelte M.I.A. auf ihrer Reise allerorten Versatzstücke und schuf daraus eine kunterbunte Identitätscollage, ein akustisches Skizzenbuch, in dem sich tamilische Politik, Kunsthochschulpunk, Hip-Hop-Beats und die Stimme der multikulturellen Jugend vermischen. Kompromisslos ließ Maya bei all ihren Auseinandersetzungen mit der Musikindustrie und den Mainstream-Medien stets die Kamera mitlaufen, während ihr Erfolg und ihre Berühmtheit zunahmen und sie zu einer der provokantesten und umstrittensten Künstlerinnen der aktuellen Musikszene wurde.
Biografie; Dokumentarfilm; Musikfilm 100min, USA/GB/CL 2018, Originaltitel: Matangi / Maya / M.I.A., Regie: Steve Loveridge, Altersfreigabe: 16
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Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot

Sommerhitze. Eine Tankstelle auf dem Land, Kornfelder, Wind und ferne Berge. Die Zwillinge Robert und Elena liegen im Gras und bereiten sich auf Elenas Abiturarbeit in Philosophie vor. 48 Stunden lang sind die sommerliche Wiese, ein Wald, ein See ihr Universum. 48 Stunden ist die Tankstelle ihr einziger Kontakt zur Außenwelt. 48 Stunden, sich von Kindheit und der Symbiose der Zwillingswelt zu lösen. Zwillingsspiele, Wetten, Gespräche über Philosophie. Und je mehr sie kämpfen, um voneinander loszukommen, desto mehr zieht es sie in ihre gemeinsame Welt. Als das Wochenende vorbei ist und die Sonne wieder über der Tankstelle aufgeht, ist nichts mehr, wie es vorher war.
Drama 180min, D/F/CH 2018, Originaltitel: Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot, Drehbuch: Philip Gröning, Regie: Philip Gröning, Darsteller: Josef Mattes; Julia Zange; Vitus Zeplichal, Altersfreigabe: 16
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Murer - Anatomie eines Prozesses

Graz 1963. Wegen Kriegsverbrechen steht der angesehene Lokalpolitiker und Großbauer Franz Murer, 1941-43 für das Ghetto von Vilnius verantwortlich, vor Gericht. Überlebende des Massenmordes reisen an, um auszusagen und Gerechtigkeit zu erwirken. Basierend auf den originalen Gerichtsprotokollen wird von einem der größten Justizskandale der Zweiten Republik erzählt – und von politischer Strategie jenseits moralischer Werte.
Drama; Historischer Film; Politfilm 137min, A/L 2018, Originaltitel: Murer - Anatomie eines Prozesses, Drehbuch: Christian Frosch, Regie: Christian Frosch, Darsteller: Karl Fischer; Alexander E. Fennon; Melita Jurisic
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So viel Zeit

Sex & Drugs & Rock 'n' Roll? Nein, Rainer (Jan Josef Liefers) sein Leben läuft ganz und gar nicht so, wie er sich das als junger Mann erträumt hat. Sein Job langweilt ihn, seine Frau hat ihn verlassen und sein Sohn hätte sich einen tolleren Papa gewünscht. Außerdem gibt es eine Sache, die Rainer in seinem Leben richtig verbockt hat: Damals vor 30 Jahren hat er den Durchbruch seiner Band "Bochums Steine" auf offener Bühne ruiniert. Seine Bandkollegen Bulle (Armin Rohde), Konni (Matthias Bundschuh), Thomas (Richy Müller) und besonders Ole (Jürgen Vogel) haben ihm das nie verziehen. Das verfolgt ihn bis heute. Als wäre das alles nicht genug, eröffnet ihm seine Ärztin, dass er nicht mehr lange zu leben hat. Ende der Durchsage? Im Gegenteil. Rainer beschließt, noch einmal alles zu geben und startet durch. Eine Sache will er in seinem Leben richtig machen: Das Comeback von "Bochums Steine"! Doch wie werden seine alten Bandkollegen und der damalige Manager (Andre M. Hennicke) auf den Vorschlag reagieren? Kann Rainer sie überzeugen, dass es nie zu spät ist, seinen Traum zu leben? Zu verlieren hat er nichts mehr. Und wider Erwarten steht das Leben plötzlich wieder auf Rainers Seite.
Drama; Komödie 101min, D 2017, Originaltitel: So viel Zeit, Drehbuch: Stefan Kolditz; Malte Welding; Thomas Sieben, Regie: Philipp Kadelbach, Darsteller: Jan Josef Liefers; Jürgen Vogel; Armin Rohde, Altersfreigabe: 6
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The Seven Deadly Sins: Prisoners of the Sky

In einer Welt, in der Elfen, Göttinnen und Dämonen existieren: Der Ritterorden "The Seven Deadly Sins" hat das Königreich Liones vor Bösewichtern retten können. Auf der Suche nach dem obskuren "Himmelsfisch" landen Anführer Meliodas und Hawk, das sprechende Schwein, in einer über den Wolken schwebenden Welt, deren Bewohner die Hilfe der Ritter bald dringend benötigen.
Animation 99min, J 2018, Originaltitel: Nanatsu no taizai, Regie: Noriyuki Abe
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Verschwörung (2018)

Böse Zungen behaupten, Mikael Blomkvist sei nicht mehr der investigative Journalist, der er einst war. Lisbeth Salander hingegen ist aktiv wie eh und je. Ihre Wege kreuzen sich wieder, als Frans Balder, ein bekannter Experten für künstliche Intelligenz, ermordet wird. Kurz vor seinem Tod hatte er Blomkvist brisante Informationen versprochen. Die Spur führt zu einem amerikanischen Softwarekonzern, der mit der NSA verknüpft ist. Blomkvist wittert seine Chance, die Enthüllungsstory zu schreiben, die er so dringend braucht. Doch wie immer verfolgt Lisbeth Salander ihre ganz eigene Agenda.
Drama; Krimi; Thriller 116min, GB/D/USA/S 2018, Originaltitel: The Girl in the Spider's Web, Drehbuch: Fede Alvarez; Steven Knight, Regie: Fede Alvarez, Darsteller: Claire Foy; Sylvia Hoeks; Stephen Merchant, Altersfreigabe: 16
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Wo bist du, Joao Gilberto?

Girl from Ipanema, "Chega de Saudade" oder "Corcovado" - diese Klassiker der Bossa Nova sind nach wie vor Welthits der lateinamerikanischen Musik. Erfunden wurde ihr einzigartiger, leiser Klang von einem Mann, dessen Gitarre und Gesang alle kennen, mit dem aber seit langem kaum jemand gesprochen hat, weil er sich seit dreissig Jahren in einem Hotelzimmer in Rio de Janeiro versteckt: Joao Gilberto.
Dokumentarfilm; Musikfilm 111min, CH/D/F 2018, Originaltitel: Where Are You, Joao Gilberto?, Regie: Georges Gachot, Altersfreigabe: o.A.
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